Palliativ Care

„Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern: dem Tag mehr Leben geben.“

Sterbebegleitung, die Ihnen ein menschenwürdiges Leben, bis zum Tod in vertrauter häuslicher Umgebung ermöglicht.

In der Palliativ- und Sterbebegleitung geht es darum, den Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden vor ihrem Tod Beistand zu leisten. Möglicherweise ist auch eine spezielle Palliative Versorgung (SAPV) notwendig, aber für Menschen im Sterbeprozess ist menschliche Zuwendung besonders wichtig.

Die Sterbebegleitung beginnt mit der Mitteilung der Diagnose einer todbringenden Erkrankung im Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Patient und endet mit dem Tod des Patienten.

An Sterbebegleitung können sowohl Angehörige und Freunde des sterbenden Menschen, als auch Ärzte, Pflegepersonen, Seelsorger und ehrenamtliche Helfer mitwirken. Sie ist Teil der Palliativen Care (Palliativpflege).

Die Betreuung von Sterbenden im Verlauf der von Elisabeth Kübler Ross (schweizerische US amerikanische Psychiaterin, welche als Mitbegründerin der Sterbeforschung gilt) definierten Sterbephasen, stellt für alle Beteiligten eine hohe psychische und emotionale Belastung dar. Tod und Sterben werden im Alltag oft verdrängt, bei der Begleitung eines sterbenden Menschen ist eine Beschäftigung mit diesem Thema, aber nicht zu umgehen.

Auch kirchenferne Menschen ist es während des Sterbeprozesses oft ein Anliegen, sich über Glauben, Religion, den Sinn des Lebens und ähnliche Fragen auszutauschen und darüber nachzusinnen. Für Begleiter ist es von großer Bedeutung, die Weltanschauung oder die religiöse Überzeugung des Sterbenden zu respektieren.

Die Palliativpflege ist eine spezielle und umfassende Pflege zur Überwachung und Durchführung ärztlicher Anweisungen im Rahmen der Schmerztherapie und Symptomkontrolle für komplexe Schmerzsituationen und zur Unterstützung bei Krisensituationen. Sie wird von Alten-, oder Krankenpfleger/innen mit einer Zusatzausbildung in Palliativ Care übernommen.

Leistungen können sein:

  • spezielle Behandlungspflege, z.B. Symptomkontrolle, Durchführung und Überwachung der vom Arzt verordneten Schmerz- und Infusiontherapie, Durchführung und Überwachung von subkutanen Infusionen, fachgerechte Portversorgung, Überwachung von Schmerzmittelpumpen, Versorgung von Wunden
  • Enge Zusammenarbeit u.a. mit Hausärzten, Paliativmedizinern, Schmerztherapeuten, Seelsorgern, Apotheken, Orthopädie und Rehatechnikern, Physiotherapeuten
  • Grundpflegerische Leistungen in individuell gestalteter Atmosphäre
  • Hilfe im Umgang mit der Krankheit
  • Beratung von Betroffenen und Angehörigen
  • Begleitung und Entlastung von Angehörigen
  • 7/24 Erreichbarkeit an jedem Tag des Jahres

Dieses besondere Angebot ist für Klienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Krankheit. Nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Angehörigen werden mit ihren Sorgen, Ängsten und Nöten ernst genommen. Die meisten Betroffenen möchten erfahrungsgemäß so viel Zeit wie möglich zu Hause verbringen. Gemeinsam mit den Betroffenen, den Angehörigen, den Haus- und Fachärzten, den Palliativmedizinern mit ihren Brückenteams versuchen wir, das zu ermöglichen.